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Die Kirche des Ostens hat eine eigene Gottesdienstordnung ausgebildet: die Ostsyrische Liturgie, auch Chaldäischer Ritus genannt.

Die Kirchensprache ist das zum Aramäischen gehörende Syrisch. Die Verwendung moderner Sprachen im Gottesdienst ist umstritten. Die Bräuche sind ähnlich wie in den anderen altorientalischen Kirchen. Ikonen werden allerdings abgelehnt. Bei den Katholiken sind Bilder und sogar Statuen üblich.

Die Eucharistie wird als Qurbana (Opfer, vgl. Hebräisch Korban) bezeichnet und wird jeden Sonntag gefeiert. Es wird immer ein Teil des eucharistischen Brotes wieder in den neuen Brotteig gemischt; dieser Brauch geht nach dem Glauben der Kirche bis auf das allererste heilige Abendmahl zurück, das Jesus Christus selbst abhielt. Die Kirche verwendet in der Eucharistie heute noch eine Liturgie unter dem Namen des Theodor von Mopsuestia aus dem 5. Jahrhundert. Das Hauptformular ist nach den Gründermissionaren Addai und Mari benannt. Die Gemeinde steht während des Gottesdienstes. Weihrauch gehört zur Liturgie.

In der siebenwöchigen Fastenzeit vor Ostern wird auf Fleisch, Eier und Milchprodukte verzichtet.

Kirchenfeste sind Christi Geburt, Epiphanias, Palmsonntag, Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten, Fest des Kreuzes, und Heiligung der Kirche.

Von Theodor von Mopsuestia hat die Assyrische Kirche, als einzige Ostkirche, das Konzept der Allversöhnung in die Liturgie aufgenommen.


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